Hermespand liegt ca. 2 km (Luftlinie) nordwestlich von Weinsheim, unterhalb des Waldgebietes "Hardt", inmitten des nostalgischen Prümtals. Seit 1971 gehört es zur Großgemeinde Weinsheim. Es war einst Sitz einer Prümschen Schultheißerei, die zusätzlich Willwerath und Dausfeld umfasste. In der französischen Zeit nach 1794 kam der Ort als selbständige Gemeinde zur Mairie Olzheim und gehört auch heute noch zu dieser Pfarrei. Die Ansiedlung bestand bis zum Ende des 18. Jahrhunderts offenbar nur aus wenigen Stockgütern.

Kirche Hermespand


Erst in der Folgezeit wuchs die Zahl der Anwesen durch Hofteilungen und Neugründungen merklich an und umfasste um 1840 ca. 13 Häuser. Heute hat der kleine Ort um die 170 Einwohner. Die Landwirtschaft ist bis auf einige wenige Betriebe fast zum erliegen gekommen, dafür gibt es einige kleine Gewerbebetriebe. Eine echte Sehenswürdigkeit des Ortes ist die alte Dorfkapelle, welche auf einer kleinen Anhöhe, am Rande des Ortes liegt. Die einschiffige Kapelle besteht aus einem spätmittelalterlichen Westturm, welcher zusammen mit dem Schiff um 1780 erbaut wurde. Diese katholische Kapelle (Georgii Mart.) gehört zu denen, die im Jahre 1485 schon lange von der Mutterkirche Olzheim aus verwaltet wurden.