Die Geschichte der Weinsheimer Theatergruppe
Bis in die 50er Jahren war theaterspielen Weinsheimer Tradition, die von dem damaligen Kirchenchor gepflegt wurde. Als 1989 der Weinsheimer Karnevalsverein die Entscheidung traf, nur alle 2 Jahre eine Kappensitzung zu veranstalten, kamen die verantwortlichen des WKV, allen voran der damalige 1. Vorsitzende "Schorch" Schmitz, auf die Idee, in dem Jahr in dem kein Sitzungskarneval statt fand, die Weinsheimer Theatertradition wieder aufleben zu lassen. Die Theatergruppe war bis 1997 dem Weinsheimer Karnevalsverein angeschlossen. Nach einer Pause von 4 Jahren hob sich denn wieder der Vorhang der Weinsheimer Theaterbühne. Es waren zwar überwiegend die gleichen Darsteller, die bei dem Stück „Die Senioren WG“ auftraten, aber die Theatergruppe hatte sich nun, unter der Organisationsleitung von Manfred Meyer, der Pfarrgemeinde Weinsheim angeschlossen. Auch der Aufführungstermin wurde von der Fastenzeit auf das Kirmeswochenende (2. Wochenende im Nov.) verlegt. Die neue Geschichte der Weinsheimer Theatergruppe begann vor nunmehr 15 Jahren mit den Stücken „Der taube Michel“ und „Die Pferdekur“. Damals, wie heute wurden sie von Wolfgang Götz und Anita Kläsges ausgesucht und in Szene gesetzt wurde


Der taube Michel -- Aufgeführt am Samstag und Sonntag, dem 11. und 12. März 1989
(Erstes Theaterstück an diesem Abend, und der Beginn der neuen Theatergruppe)

Inhaltsangabe: Der Bauer Michel ist sehr schwerhörig, und wer mit ihm spricht, muss aus voller Lunge schreien. Dabei will er immer jemand um sich haben, der ihn unterhalten soll. Die Magd Bärbel hat sich schon heiser geschrieen und liegt im Bett! Nun soll der Knecht Jäp ihn unterhalten. Dieser ist von dieser „Ehre“ nicht sehr erbaut und spielt aus Ärger dem Bauern manch üblen Streich. Anna, Michels Tochter, ist in Mierten Kell­meier heimlich verliebt. Mierten kommt, um sich des Vaters Jawort zu holen. Da aber der Bauer Michel nur einen Schwie­gersohn haben will, der auch schwer hört, stellt sich Mietren schwerhörig. Durch einen Schreck bekommt Michel, ohne dass die anderen dies wissen, sein Gehör wieder zurück und hört nun alles, was er nicht hören soll, da alle ihn ja für taub halten. Nun ergeben sich die tollsten Situationen, und die Zuschauer der lustigen Komödie lachen Tränen, bis alles zum fröhlichen Ende kommt.üöß
Der Taube Michel„ Well lässen ech allt dressich Johr de Volksfreund. Frihjer ha mech nemmen die Marktberichte interessiert, ewwer sejt ech bej demm jeruße Schrääcken, wij mier 10 Sei ob ene Schlaach jefräckt senn, me Jehier verlorren hann, lässen ech dat Kijsblaat vann Affank bass zu Enn, sujar die Heiratsanzeigen lässn ech dreijmol, obwohl ech joh nett me hejrode well.“ -- Mit diesem Satz begann am Samstag dem 11. März 1989 die neuere Geschichte der Weinsheimer Theatergruppe.

Die Personen und ihre Darsteller:
Bauer Michel: Witwer und sehr schwerhörig (Manfred Meyer)
Anna: Michels Tochter im heiratsfähigen Alter (Doris Serwas)
Knecht: (Jäp), er nutzt die Schwerhörigkeit von Bauer Michel aus (Ali Moll)
Mierten: Anna´s Freund (Schorsch Schmitz )

Regie: Wolfgang Götz
Regie und Souffleuse: Anita Kläsges