Schon aus vor der Zeit der Römer gibt es Hinterlassenschaften. Ca. 2 km nordöstlich von Weinsheim liegt auf einer Anhöhe das Distrikt „Burgring“, ein von Wasserläufen geschützter Ringwall mit 150 mal 75 Meter Ausdehnung. Der Name Weinsheim wird 1335 zum ersten mal urkundlich erwähnt, als Hartart von Schönecken seinen Hof zu „Winzheim“ dem Erzbischof Balduin zu Trier zum Lehen aufträgt. Des Weiteren tauchte auch der Name „Wyntzem“ im Jahre 1570 auf.

Weinsheim gehörte seit dieser Zeit zum Kurfürstentum Trier. Schon zu Zeiten des Kurfürsten Balduin (1307 – 1354) wurden Weinsheim und Gondelsheim zu einer Meierei (Landgut) zusammengeschlossen.

1720 legte das Schönecker Amt ein „Lagerbuch“ an, in dem unter anderem die Besitzverhältnisse und Ländereien der Bürger vermerkt sind.

Nach dem Einmarsch französischer Revolutionstruppen 1794 wurde die Region politisch neu gegliedert und im Saardepartement zusammengeschlossen.

1815 (Wiener Kongress) wird Weinsheim preußisch und gehört seit 1816 dem Kreis Prüm an. Erst Amtsbezirk Rommersheim, und schließlich Amtsbezirk Prüm-Land-Wallersheim.

Im ersten Weltkrieg werden 24 russische Kriegsgefangene dem Dorf zugeordnet, und am Ende muss Weinsheim 9 Gefallene beklagen.

Vom 03.12.1918 bis 06.05.1919 steht das Dorf unter amerikanischer Besatzung, anschließend üben die Franzosen ihren Einfluss im entmilitarisierten Rheinland bis 1930 aus.

Der Zweite Weltkrieg hat weitaus größeren Einfluss auf das Dorf. Ab 1938 werden Westwallarbeiter und Wehrmachtsangehörige auch in Weinsheim einquartiert. 20 französische Kriegsgefangene, 4 ukrainische Mädchen und 2 russische Gefangene kommen als landwirtschaftliche Arbeitskräfte ins Dorf. Im September 1944 werden Frauen, Kinder und alte Leute in den Westerwald evakuiert. Sämtliche Tiere (Viehbestand 300 – 400) werden ins Hinterland getrieben. Ab November ist Weinsheim in der „roten Zone“, es darf sich niemand mehr ohne Genehmigung im Ort aufhalten. Bis zum Einmarsch der Amerikaner am 03.03.1945 wird 80 % des Dorfes zerstört. Im Juli 1945 lösen die Franzosen die Amerikaner als Besatzer ab. Die Bevölkerung kehrt aus der Evakuierung heim und der Aufbau beginnt. Insgesamt müssen bis 1950 13 Gefallene, 8 Vermisste und 8 Tote durch Kriegsfolgen beklagt werden. Die Nachkriegzeit für den kleinen Ort ist sehr schwer und nur langsam gehen die Wiederaufbaumaßnahmen voran.
1950 räumt die französische Besatzungsmacht das Prümer Land. In den 50er Jahren ist Weinsheim ein typisches Eifler Dorf geprägt von der Landwirtschaft, wobei es im Vergleich zu Nachbarorten wie z.B. Büdesheim oder Olzheim wenige Handwerksbetriebe und Geschäfte gab. Im zuge der Wiederkehr des normalen Lebens werden in Weinsheim verschiedene Vereine gegründet, welche aber heute leider nicht mehr alle Bestand haben.

Nach der Verwaltungsreform 1971 gehört Weinsheim zur Ortsgemeinde Gondelsheim, zur Verbandsgemeinde Prüm und zum Landkreis Bitburg-Prüm. Die Namensvergabe der Ortsgemeinde wurde durch einen Losentscheid bestimmt. Ab 1980 erhält die Ortsgemeinde den Namen Weinsheim und zählt die Orte Weinsheim, Gondelsheim, Hermespandt, Willwerath und die Siedlung „Sedan“.

Der Wandel zu einem regional bedeutenden Industriestandort wurde am Ende der 70íger Jahre vollzogen.

Von 1969 an wurde ein großzügiges Industriegebiet oberhalb des Naturschutzgebietes „Niesenberg“ ausgewiesen. Dort siedelten sich große Firmen wie STREIF, STIHL und das Prüm-Türenwerk an, aber auch kleinere Betriebe werden dort sesshaft und so wächst das Industriegebiet stetig weiter an. Zu Spitzenzeiten gab es rund 2000 Arbeitsplätze. Heute sind es etwas weniger Arbeitsplätze, aber das Weinsheimer Gewerbegebiet spielt regional und überregional immer noch eine sehr eine große Rolle. Man kann sagen, dass es Weinsheim erfolgreich geschafft hat, sich vom Bauerndorf zu einem Industriestandort zu wandeln. Neben einigen kleinen Schönheitsfehlern hat sich in Weinsheim in den letzten Jahrzehnten zu einem anschaulichen Eifelort gewandelt, der stetig weiter wächst. Nach diversen Straßensanierungen in „Hamburg“ und „Straßburg“ steht in der Gemeinde neben den Bauplanungen für einem Bürgerhaus nun zusätzlich die Erschließung eines neuen Wohngebietes an. Wir hoffen Weinsheim wird in eine erfolgreiche Zukunft blicken, damit diese kurze Ortschronik mit erfolgreichen Ereignissen fortgesetzt werden kann.